Familienaufstellung: Anleitung für ein erstes Erleben
Familienaufstellung und innere Aufstellungen : Eine Anleitung zum Erleben
Manche Menschen können sich noch nicht vorstellen, was bei einer „Familienaufstellung“ passiert und was man da erleben kann. Es geht dabei um intuitives, empathisches Hineinfühlen um das Erleben und Verstehen von Beziehungen – zu Familienmitgliedern oder inneren Anteilen. In diesem Artikel erkläre ich dir nicht, wie Aufstellungsarbeit funktioniert, sondern gebe dir eine praktische Übung zum Ausprobieren für zuhause.

Was Aufstellungsarbeit wirklich ist
Bei einer Familienaufstellung geht es immer darum:
- einen Aspekt aus einer Vielzahl von Geschichten anzuschauen
- in wertschätzender Atmosphäre zu erkennen, dass alles Vergangene bereits geschehen ist
- anzuerkennen, was ist und das zu achten, was geschehen und nicht mehr zu ändern ist
- bewusst die eigene Haltung zu den Ereignissen zu reflektieren
Aufstellungen verändern nicht die Vergangenheit – sie helfen, die Bedeutung, die wir ihr geben, neu zu gestalten.
Mehr als Familiensysteme
Aufstellungen beschränken sich nicht nur auf Familien:
- innere Anteile („inneres Team“)
- persönliche Veränderungswünsche
- das Verhältnis zu Geld oder anderen Lebensbereichen
Sie sind nicht nur etwas für den Kopf, sondern für alle Sinne – zum Erleben und Spüren.
Praktische Übung für zuhause
Du möchtest Aufstellungsarbeit ausprobieren? Alles, was du brauchst:
- 15–20 Minuten ungestörte Zeit
- Zwei Blatt Papier oder zwei flache Kissen
- Optional Stift zum Beschriften
Schritt 1: Vorbereitung
- Überlege, welche Beziehung oder welches System du erkunden möchtest.
- Beschrifte die Blätter/Kissen: eins für dich, eins für die andere Person/den anderen Anteil.
- Lege sie intuitiv auf den Boden.
Schritt 2: In deine Position gehen
- Stelle dich mit beiden Füßen auf dein Blatt oder Kissen.
- Spüre: Körperempfindungen, Blickrichtung, Atemtiefe.
- Beobachte deine Gefühle in Bezug auf die andere Person oder den Anteil.
Schritt 3: Position der anderen Person einnehmen
- Mache einen Schritt zur Seite und „betrete“ die andere Position.
- Wiederhole die Wahrnehmungen: Körperempfindungen, Blick, Atem.
- Achte auf Achtsamkeit und Wertschätzung.
Schritt 4: Reflektieren und anpassen
- Steige wieder aus und entscheide, ob du etwas verändern möchtest (Abstand, Blickrichtung, Haltung).
- Wiederhole das Wechseln der Positionen maximal dreimal.
- Ziel: Beide Positionen fühlen sich am Ende leichter und entspannter an.
Tipps für eine wertschätzende Haltung
- Gehe mit der Absicht hinein, verstehen zu wollen, nicht zu urteilen.
- Sei achtsam, neugierig und geduldig mit dir selbst.
- Erlaube dir, die Erfahrung aufzuschreiben oder aufzuzeichnen, besonders wenn du alleine arbeitest.
Aufstellungsarbeit lebt vom
Erleben, Spüren und Reflektieren – der Kopf ist nur Begleiter.
Wenn du Lust hast, systemische Aufstellungen unter professioneller Begleitung auszuprobieren, begleite ich dich gerne in einer geschützten Atmosphäre. Mit Familienaufstellungen, inneren Systemen oder Coaching-Methoden wie NLP und Somatic Experiencing® kannst du Klarheit gewinnen, innere Blockaden lösen und neue Perspektiven für dein Leben entwickeln.
Hier kannst du ein telefonisches Erstgespräch mit mir vereinbaren, um zu klären, welches meiner Angebote derzeit am besten zu deinen Anliegen passt.








